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Warum Data Vault 2.0 zur Umsetzung der DSGVO nutzen?

In diesem Beitrag beleuchten wir, wie Data Vault 2.0 als leistungsstarkes Werkzeug eingesetzt werden kann, um den Herausforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu begegnen. Die DSGVO verpflichtet Organisationen dazu, die personenbezogenen Daten von Bürgerinnen und Bürgern in der EU zu schützen, und gewährt Einzelpersonen das Recht auf Vergessenwerden. Dieser Artikel beschreibt, wie Data Vault 2.0 die DSGVO-Compliance vereinfachen kann, während gleichzeitig die Integrität Ihres Data Warehouses gewahrt bleibt.



Die DSGVO und ihre Herausforderungen verstehen

Die 2018 von der Europäischen Union eingeführte DSGVO legt strenge Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten fest. Ein wesentlicher Aspekt ist das Recht auf Vergessenwerden, das es Einzelpersonen ermöglicht, die Löschung ihrer personenbezogenen Daten aus den Systemen einer Organisation zu verlangen. Für Data Warehousing und Analytics kann dies eine besondere Herausforderung darstellen, da Organisationen häufig bestimmte Daten für analytische Zwecke aufbewahren müssen, während sie zugleich den Löschvorgaben der DSGVO nachkommen müssen.

Der Data-Vault-2.0-Ansatz für die DSGVO

Data Vault 2.0 bietet durch seine speziellen Datenmodellierungstechniken einen strukturierten Ansatz zur Gewährleistung der DSGVO-Compliance. Im Kern unterteilt Data Vault Daten in drei Hauptkomponenten: Hubs, Links und Satellites. Satellites dienen der Speicherung beschreibender Attribute von Business Keys. Im Rahmen der DSGVO lässt sich eine Methode namens Satellite Splits nutzen, um personenbezogene und nicht-personenbezogene Daten effektiv voneinander zu trennen und zu verwalten.

Satellite Splits

Bei Satellite Splits werden separate Satellites für personenbezogene und nicht-personenbezogene Daten erstellt. Zum Beispiel:

  • Personal Satellite: Enthält personenbezogene Daten wie Namen, Adressen und E-Mail-Adressen. Diese Daten müssen gelöscht werden, wenn eine betroffene Person von ihrem Recht auf Vergessenwerden Gebrauch macht.
  • Non-Personal Satellite: Speichert nicht-identifizierbare Daten wie Regionen oder generierte technische Daten, die auch nach der Löschung personenbezogener Daten für Analysen aufbewahrt werden können.

Geht ein Löschantrag ein, können Sie einfach die Datensätze aus dem Personal Satellite löschen, während die nicht-personenbezogenen Daten für Analysezwecke erhalten bleiben. Dies gewährleistet die Einhaltung der DSGVO und bewahrt gleichzeitig wertvolle Business Insights.

Umgang mit datenschutzrelevanten Business Keys

Eine der zentralen Herausforderungen im Rahmen der DSGVO ist der Umgang mit Business Keys, die an personenbezogene Daten gekoppelt sind, wie etwa Sozialversicherungsnummern. Werden solche Keys in Hubs verwendet, gestaltet sich das Löschen personenbezogener Daten kompliziert. Data Vault 2.0 begegnet diesem Problem wie folgt:

Nutzung von Artificial Hubs

Um die Verwendung personenbezogener Attribute als Business Keys zu vermeiden, führt Data Vault 2.0 sogenannte Artificial Hubs ein. Diese Hubs weisen eindeutige, nicht-identifizierbare Nummern zu, um personenbezogene Identifikatoren zu ersetzen. Zum Beispiel:

  • Ein Artificial Hub kann eine generierte Nummer für die Kfz-Versicherungsdaten der einzelnen Kunden enthalten.
  • Ein Link verbindet den Artificial Hub mit den personenbezogenen Daten, die in einem Satellite gespeichert sind.

Verlangt ein Kunde die Löschung seiner Daten, löschen Sie die Verbindung zwischen dem personenbezogenen Identifikator und der künstlichen Nummer im Link. Der Artificial Hub bleibt intakt, sodass Sie nicht-personenbezogene Daten für Analysen beibehalten können, ohne eine Re-Identifizierung zu riskieren.

Best Practices für die DSGVO-Implementierung mit Data Vault 2.0

  • Vermeiden Sie personenbezogene Identifikatoren als Business Keys: Wählen Sie nach Möglichkeit immer nicht-personenbezogene oder künstliche Identifikatoren, um das Datenmodell zu vereinfachen.
  • Verwenden Sie randomisierte Identifikatoren: Generieren Sie UUIDs oder zufällige Sequenznummern, um ein Reverse-Engineering personenbezogener Daten zu verhindern.
  • Arbeiten Sie mit Legal-Teams zusammen: Stimmen Sie sich eng mit Rechtsexperten ab, um festzulegen, welche Daten gemäß DSGVO aufbewahrt werden dürfen und welche gelöscht werden müssen.

Durch die Einhaltung dieser Best Practices können Organisationen ein robustes Data-Vault-Modell aufbauen, das die DSGVO-Compliance vereinfacht und gleichzeitig die Datenintegrität sowie die Analysefähigkeiten sicherstellt.

Fazit

Data Vault 2.0 bietet einen flexiblen und effizienten Ansatz zur Bewältigung der Herausforderungen der DSGVO. Durch den Einsatz von Satellite Splits und Artificial Hubs können Organisationen regulatorische Vorgaben und geschäftliche Anforderungen optimal in Einklang bringen. Auch wenn das DSGVO-Compliance-Management auf den ersten Blick komplex erscheinen mag, stellt der strukturierte Ansatz von Data Vault 2.0 sicher, dass Ihre Daten sowohl geschützt als auch nutzbar bleiben.

Um mehr zu erfahren, treten Sie der Data Vault Innovators Community bei oder nehmen Sie an den von Scalefree veranstalteten Data Vault Fridays teil. Diese Formate bieten wertvolle Einblicke und Gelegenheiten, Themen wie DSGVO, Data Warehousing und vieles mehr fundiert zu vertiefen.

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